Leishmaniose eine Krankheit

die in vielen Teilen der Welt in unterschiedlicher Ausprägung vorkommt. Leishmaniose Ansteckung folgt  nur durch ein Insekt, das sich zunächst selber mit Parasiten, Leishmanien, infiziert hat und zwar durch seinen Stich und Blutsaugen. Mit dem nächsten Stich wird die Infektion weitergegeben. Das Insekt heißt Sand Mücke (Moskito) und kommt vor in tropischen,subtropischen Ländern.

Eine direkte Form der Ansteckung, etwa über Blut oder Speichel, ist nicht nachgewiesen.

Symptomatik

Im Mittelmeerraum ist die viszerale Leishmaniose (Organleishmaniose) verbreitet, ausgelöst durch „Leishmania infantum“. Außer für Säuglinge und Schwerstkranke ist sie nicht gefährlich. Es ist zu vermuten, dass viele Mittelmeertouristen infiziert sind, ohne es je zu bemerken. Ein infizierter Hund kann Symptome zeigen, die aber sehr vielfältig sind und auch auf andere Erkrankungen hinweisen können: Lahmheit, Durchfall, allgemeine Trägheit, Gewichtsverlust, Zahnfleischbluten, Haarausfall. Schuppenbildung, Anschwellung der Lymphknoten sowie Nasenbluten. Ein deutlicherer Hinweis sind Haarverlust um die Augen herum und Veränderungen der Ohrränder sowie offene Wunden – keines dieser Symptome muss aber auftreten. Das Fehlen der Anzeichen ist also kein Beweis dafür, dass ein Hund nicht infiziert ist. Nur mit Hilfe bestimmter Tests lässt sich die Krankheit bestimmen.

Leishmaniose Testverfahren

Üblich ist zunächst der Leishmaniose  Blutest: In speziellen Labors wird untersucht, ob Antikörper gebildet wurden und wie hoch ihre Anzahl ist. Wichtig ist dabei, dass es sich um ein veterinärmedizinisches Labor handelt. Die unterschiedlichen Testverfahren führen allerdings dazu, dass Ergebnisse nicht verglichen werden können. Die so genannten Schnelltests, die häufig in südlichen Ländern angeboten werden, bieten nicht hundertprozentige Gewissheit. Da offenbar andere Mittelmeererkrankungen das Laborergebnis beeinflussen können, ist der direkte Nachweis über ein Knochenmarkpunktat genauer. So zeigte kürzlich der Bluttest bei zwei jungen Hunden aus Spanien im Raum Köln eine hohe Zahl von Antikörpern, die symptomfreien Tiere galten also als infiziert; eine Untersuchung des Knochenmarks konnte zum Glück das Gegenteil beweisen: Es waren keine Leishmanien zu finden. Die Entnahme des Punktats ist ein kurzer Eingriff, bei dem der Hund oft nur lokal betäubt wird. Unter dem Mikroskop lassen sich die Parasiten erkennen. Leider sind in Deutschland nur wenige Tierärzte in der Lage, diesen Eingriff (Kosten: rund 100 Mark) durchzuführen. Es gibt außerdem ein molekulares Nachweisverfahren aus Knochenmark, das bisher nur wenige Labors anbieten. Wer einen Hund aus dem Mittelmeerraum aus dem Urlaub mitbringt, sollte ihn dem Tierarzt vorstellen und unbedingt darauf hinweisen, wo das Tier herkommt, und sich genau informieren, ob der konsultierte Tierarzt über die Krankheit Bescheid weiß.

Wichtig ist, dass Leishmaniose richtig getestet wird, bei fehlenden Symptomen zunächst zur Sicherheit mit dem Bluttest, und dass im positiven Fall, wenn der Hund also infiziert ist, die richtige Therapie verordnet wird.

In keinem Fall sollte der Hund aus Angst vor Ansteckung abgegeben werden. Das würde ihm unnötig Stress bereiten, der einen Erfolg der Behandlung erheblich einschränkt.

Therapie

Bisher ist eine Therapie mit Glucantime in Kombination mit Allopurinol die übliche Behandlung. Neue vielversprechende Medikamente sind noch in der Erprobungsphase. Wie gut sie letztlich tatsächlich sein werden, ist dann nachzuweisen.

Der Erreger

Leishmaniose ist eine Infektion, im weitesten Sinne mit der Malaria vergleichbar, die unbehandelt für Hunde tödlich ist. Es ist keine Seuche. Da sie sich nur mit dem Vorkommen des Überträgers verbreiten kann, der Sandmücke, geht auch nur dort eine Gefahr von infizierten Tieren und Menschen aus, wo die Sandmücke lebt. In Süddeutschland sind geringe Sandmücken vorkommen nachgewiesen worden. Zum Schutz vor dem Stich der Sandmücke ist es hilfreich, ihre Lebensweise zu kennen. Das gilt besonders für die wachsende Zahl deutscher Haushunde, die mit ihren Haltern in mediterrane Länder reisen. Dr. rer. nat. Torsten J. Naucke, vom Institut für Medizinische Parasitologie der Universität Bonn, erforscht seit Jahren die mediterrane Sandmücke:

Naucke hat bei seinen Studien in Griechenland eine infizierte Hündin gefunden, ließ sie behandeln und nahm sie mit nach Deutschland. Seit acht Jahren ist das Tier nun symptom frei.